Helmstedter Universitätstage

„Leitbilder der Zeitgeschichte - Wie Nationen ihre Vergangenheit denken“

16. Helmstedter Universitätstage 2010 – 24. und 25. September 2010

Im Jahr 2010 jährt sich die Schließung der Academia Julia in Helmstedt zum 200. Mal. Dieses für Helmstedt negativen Ereignisses möchten wir nicht traurig gedenken. Vielmehr ist unsere Intention, die Botschaften der Helmstedter Universität herauszustellen und damit auf ihre Nachwirkungen für die Zukunft einzugehen.

Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten die mittlerweile traditionellen Helmstedter Universitätstage. Die Veranstaltung hat sich in den Jahren zu einem Aushängeschild und Markenzeichen der Stadt Helmstedt entwickelt und hat nach und nach an deutschlandweiter Bekanntheit gewonnen.

An den Erfolg möchten wir mit den

16. Helmstedter Universitätstagen 2010
am 24. und 25. September 2010
zu dem Oberthema

"Leitbilder der Zeitgeschichte - Wie Nationen ihre Vergangenheit denken"


anknüpfen.

In diesem Jahr feiern wir das 20-jährige Jubiläum des „Tages der deutschen Einheit“ am 3. Oktober 1990. Die 16. Helmstedter Universitätstage 2010 werden an dieses historische Ereignis erinnern und dabei Meistererzählungen der deutschen Zeitgeschichte behandeln. Meistererzählungen – auch als historischen Großdeutungen bezeichnet – bauen vielfach Impulse zur Traditions- und kollektiven Identitätsbildung auf, die den Deutschen in ihrer Nationsbildung begleitet haben.

1989 schufen die mittel- und osteuropäischen Freiheitsbewegungen die Voraussetzung sowohl für die deutsche Wiedervereinigung als auch für die weitere europäische Integration. Die Wiedervereinigung machte auch auf europäischer Ebene den Weg frei für ein Zusammenwachsen Europas auf einem ehemals zweigeteilten Kontinent.

Bei den 16. Helmstedter Universitätstagen werden Fragen zur Entwicklung Deutschlands zu einer Nation mit eigener Identität und Nationalgefühl erörtert. Darüber hinaus wird sich der Blick auch nach Polen und Frankreich richten und dabei in die Frage münden, ob sich am Beginn des 21. Jahrhunderts ein im Kern gemeinsames europäisches Geschichtsbild abzeichnet.

Zur Teilnahme laden wir Sie herzlich ein.

Heinz-Dieter Eisermann, Bürgermeister
Tobias Henkel, Vorsitzender des Beirates und Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz