Helmstedter Universitätstage

Mittwoch, 12.06.2019, 18.00 Uhr, Roxy Lichtspiele, Nordertor 2, Helmstedt

 

 

Wir können auch anders

 

Deutscher Film von 1993 von Detlev Buck
Dauer: 87 Minuten, Hauptdarsteller Joachim Król und Horst Krause

 

Der Film zeigt in satirisch zugespitzter Form die Umbruchsituation in Ostdeutschland nach der Wende 1989.

Die Brüder Kipp und Moss sind nicht besonders helle, aber gutmütig: redselig und altklug, der eine hemdsärmelig und knurrig der andere. Sie wollen in den Osten, wo sie von der Oma einen Gutshof geerbt haben. So machen sie sich mit einem klapprigen Lastwagen auf den Weg, wobei es sich als hinderlich erweist, dass sie nicht Lesen können. Ein entflohener Rotarmist, der nur Russisch spricht, überredet sie mit einer Kalaschnikow, ihn ein Stück mitzunehmen. Und bald hinterlassen sie unfreiwillig eine Spur des Verbrechen und werden verfolgt von einer Armee von Polizisten. Unterwegs nehmen sie die Bedienung einer Dorfkneipe als Geisel, eine rothaarig Schöne im kurzen Rock, die sie damit der Langeweile entreißen. Und damit ist ihre Odyssee noch lange nicht zu Ende.

 

Nach dem Film erfolgt eine Diskussion mit de Publikum. Der Schauspieler Joachim Król ist angefragt, um mit dem Publikum und dem Moderator, Herrn Prof. Dr. Steinbach von der TU Braunschweig/Historisches Seminar, zu diskutieren.

 

 

 

Mittwoch, 04.07.2018, 18.00 Uhr, Roxy Lichtspiele, Nordertor 2, Helmstedt

© DEFA-Stiftung, Horst E. Brandt

 

Solange Leben in mir ist

 „Solange Leben in mir ist“ ist eine deutsche Filmbiografie der DEFA von Günter Reisch aus dem Jahr 1965. Der Spielfilm befasst sich mit dem Leben Karl Liebknechts in den Jahren 1914 bis 1916.

Als einziger von 110 SPD-Abgeordneten stimmt Karl Liebknecht im Reichstag gegen die Kriegsanleihen, wird von seiner Parteiführung, die sich der chauvinistischen Politik der
Regierung angeschlossen hat, fallengelassen. Verleumdungen, Morddrohungen, Arbeitsverbot hindern ihn nicht, überall - bei den Arbeitern und vor allem der Jugend - gegen den Krieg aufzutreten. Während er zum Kriegsdienst gezwungen wird und seine Aufklärungsarbeit an der Front in Frankreich fortführt, ist seine Familie in Berlin Repressalien ausgesetzt. Von der Front zurückgekehrt, tritt er illegal bei einer Großkundgebung zur Vorbereitung des 1. Mai in Jena auf und am Kampftag der Arbeiterklasse selbst in Berlin. Er wird verhaftet und des Landesverrats angeklagt. Aber auch vor Gericht gibt er seine Überzeugung nicht auf und klagt die Ankläger als Feinde des Volkes an.

Nach dem Film folgt eine Diskussion mit dem Publikum. Der Filmkritiker Dr. Claus Löser steht dem Publikum gemeinsam mit dem Moderator, Dr. Michael Strohmann von der Braunschweiger Zeitung, zur Verfügung.

 

 

 

Mittwoch, 01.08.2018, 18.00 Uhr, Roxy-Lichtspiele, Nordertor 2, Helmstedt

© DEFA-Stiftung, Klaus Mühlstein

 

Trotz alledem!

DDR 1971/1972 DEFA-Spielfilm

An den Film "Solange Leben in mir ist" anknüpfend, wird der Kampf Karl Liebknechts von seiner Entlassung aus dem Gefängnis am 23. Oktober 1918 bis zu seiner Ermordnung am 15. Januar 1919 geschildert. Während das Proletariat dem in Berlin eintreffenden Liebknecht einen triumphalen Erfolg bereitet, mobilisiert das Kaiserreich seine letzten Kriegsreserven. Ebert will die Abdankung des Kaisers, um die Revolution zu verhindern, Liebknecht führt die Arbeiterklasse zur Revolution. Am 9. November ruft er vom Schloß die sozialistische Republik Deutschland aus. Doch die Konterrevolution formiert sich, des Kaisers Generäle in Einheit mit der rechten Sozialdemokratie. Erste Angriffe auf die junge Republik werden zurückgeschlagen. Dem rechten Sozialdemokraten Noske wird nun der Oberbefehl übertragen, und im Januar fallen Freicorpstruppen in Berlin ein. Eine blutige Jagd auf die Kommunisten beginnt. Diese sind dem schwerbewaffneten Gegner nicht gewachsen. Auch sozialdemokratische Arbeiter haben sich der rechten Führung angeschlossen. Der Riß, der durch viele Familien geht, wird an der fiktiven Arbeiterfamilie Schreiner demonstriert. Während der Vater auf Seiten der Noske-Truppen kämpft, sind seine Kinder Käthe und Kulle auf der Seite der Revolutionäre.

 

Nach dem Film folgt eine Diskussion mit dem Publikum. Der Filmkritiker Dr. Claus Löser steht dem Publikum gemeinsam mit dem Moderator, Dr. Michael Strohmann von der Braunschweiger Zeitung, zur Verfügung.

 

 

Donnerstag, 20.09.2018, 19.30 Uhr, Roxy-Lichtspiele, Nordertor 2, Helmstedt

© DEFA-Stiftung, Herbert Kroiss, Heinz Wenzel

 

Das Lied der Matrosen


Das Lied der Matrosen©DEFA-Stiftung, Herbert Kroiss, Heinz Wenzel

Das Lied der Matrosen ist ein deutscher Spielfilm der DEFA von Kurt Maetzig und Günter Reisch aus dem Jahr 1958.

Historischer Hintergrund des Films ist der Kieler Matrosenaufstand.
Während der Oktoberrevolution 1917 in Russland haben sich deutsche und russische Soldaten verbrüdert. Der Maschinist Henne Lobke und der Heizer Jens Kasten verhindern durch die Entwaffnung ihrer Offiziere, dass ein russischer Frachter versenkt wird. Inzwischen wächst auch in Deutschland die revolutionäre Stimmung. Als die Admiralität die Aktion "Nibelungen" gegen England befiehlt, um damit die deutsche Flotte der Vernichtung preiszugeben und die revolutionäre Stimmung zu unterdrücken, verweigern sich Matrosen und Soldaten unterschiedlicher politischer Gruppierungen.

Lied der Matrosen wurde 1959 auf dem Moskauer Filmfestival mit dem Diplom des sowjetischen Friedenskomitees ausgezeichnet.

Nach dem Film folgt eine Diskussion mit dem Publikum. Der wissenschaftliche Leiter der Helmstedtder Universitätstage Prof. Dr. Martin Sabrow steht dem Publikum gemeinsam mit dem Filmhistoriker Dr. Detlef Kannapin zur Verfügung.