Grenzenlos - Wege zum Nachbarn e.V.
Stadt Helmstedt

Helmstedter Universitätstage

Herzlich willkommen!

Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt
Tobias Henkel, Vorsitzender des Beirates der Universitätstage

Die Corona-Pandemie trifft uns seit dem vergangenen Jahr, sie verändert unser persönliches Leben und unsere Gesellschaft. Das politische und wirtschaftliche System, der Rechtsstaat, das Gesundheitswesen, alle Bereiche unseres Gemeinwesens spüren die Auswirkungen der Krise deutlich.

„Eine Pandemie fördert gesellschaftliche Tendenzen offener zutage – positive wie negative. Es wird verstärkt, was ohnehin vorhanden ist“,

sagt der Medizinhistoriker Philipp Osten, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Pest, Pocken, Cholera oder HIV, der Kampf gegen gefährliche Infektionskrankheiten veränderten die Gesellschaft. Wer (Medizin-)historiker zu diesen Effekten befragt, kann viel über die Gegenwart lernen. So wollen sich auch die Helmstedter Universitätstage 2021 diesen Fragen und Erkenntnissen unter dem Thema „Seuche und Gesellschaft“ widmen.

Wir freuen uns sehr über die Zusage von Herrn Prof. Dr. Ernst-Theodor Rietschel, Vorstandsvorsitzender des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung a.D., der am Eröffnungstag das Grußwort sprechen wird.

Umrahmt wird die Veranstaltung mit der Kinosondervorstellung „GRENZLAND“, einem Konzert des Staatsorchesters Braunschweig sowie einer Führung zur Helmstedter Universitätsgeschichte mit Frau Museumsleiterin Marita Sterly M.A. Festlich enden werden die Helmstedter Universitätstage in diesem Jahr mit dem Gottesdienst in der St.-Stephani-Kirche und einer Festpredigt von Herrn Oberkirchenrat Dr. Friedrich Ley aus Hannover. 

Zur Teilnahme laden wir Sie herzlich ein.

Wittich Schobert, Bürgermeister der Stadt Helmstedt

Tobias Henkel, Vorsitzender des Beirats der Universitätstage

 

Einladung zu den Helmstedter Universitätstagen

Prof. Dr. Martin Sabrow. Foto: Andy Küchenmeister

Mit den Helmstedter Universitätstagen knüpft die Stadt Helmstedt an ihre fast 250-jährige Tradition als Universitätsstadt an und erinnert zugleich an ihre jüngste Geschichte als Grenzstadt an der Nahtstelle zwischen Ost und West von 1945 bis 1989/90.

Die Helmstedter Universitätstage haben sich zur Aufgabe gemacht, gesellschaftliche Fragen der Zeit in historischer Perspektive aufzugreifen und in einem Rahmen zu diskutieren, der wissenschaftliche Expertise und breitere Öffentlichkeit zusammenführt. Sie bilden ein Tradition und Moderne verbindendes Forum der historischen Selbstvergewisserung, auf dem zeitgeschichtliche und Gegenwartsfragen der Spaltung und des Zusammenhalts, der Inklusion und Exklusion im Mittelpunkt stehen. Und sie wollen auf diese Weise selbst dazu beitragen, Grenzen zu überwinden oder durchlässiger machen: die Grenzen zwischen Ost und West, die Grenzen zwischen politischem Zentrum und politischer Peripherie, die Grenzen zwischen Fachwissenschaft und Öffentlichkeit.

Epidemien stellen in mehrfacher Weise historische Herausforderungen dar. Sie bedeuten den Einbruch des Unverfügbaren in die Alltagswelt, und sie bilden eine Bedrohung, deren Grauen aus ihrer Unaufhaltbarkeit erwächst, wie es Edgar Allen Poe in seiner Erzählung „Die Maske des roten Todes“ meisterhaft geschildert hat.

Verheerende Seuchen haben eine doppelte Wirkungskraft. Sie ändern den Lauf der Welt nicht allein in ihren medizinischen Folgen für die von ihr erfassten Gesellschaften, sondern auch infolge der mentalen Verstörung, die sie auslösen. Auch für die durch die Verbreitung des Coronavirus ausgelöste Pandemie der Gegenwart gilt, dass sie nicht nur ein schwer kontrollierbares Infektionsgeschehen darstellt. Sie erschüttert darüber hinaus das soziale Zusammenleben der europäischen wie der amerikanischen Gesellschaften und bedeutet eine Zäsur für die politische Kultur auf dem ganzen Globus.

Globale Seuchen stellen schließlich eine Herausforderung auch für die Geisteswissenschaften und insbesondere für die Geschichtsschreibung dar: Sie zwingen dazu, das Unerwartete, das womöglich vordem Unvorstellbare in die historische Erzählung einzupassen, sie ziehen vordem im Schatten liegende Facetten in das Licht der rückblickenden Betrachtung, und sie richten die Forderung an die Historiographie Hilfestellung bei der Krisenbewältigung zu leisten.

Die 27. Helmstedter Universitätstage 2021 versuchen Antworten auf diese drei Fragen zu bieten. Sie erörtern den Bedrohungscharakter historischer Epidemien, aber sie fragen auch nach den Chancen, die sich aus den gesellschaftlichen Krisen im Gefolge großer Seuchen ergaben, und sie bemühen sich, mit den Instrumenten der Geschichtswissenschaft einen Beitrag zum Verständnis der Covid-Pandemie als historischer Zäsur zu leisten.

Wie immer verspricht die Thematik der Helmstedter Universitätstage anregende Vorträge und lebhafte Debatten. Ich darf Sie im Namen der Stadt Helmstedt herzlich einladen, am letzten Septemberwochenende 2021 nach Helmstedt zu kommen, um im Juleum die Vortragsveranstaltungen zu besuchen und darüber hinaus am abwechslungsreichen Rahmenprogramm der Universitätstage teilzunehmen.

Prof. Dr. Martin Sabrow, wissenschaftlicher Leiter der Helmstedter Universitätstage

Livestream

Interessierte, die aufgrund begrenzter Platzkapazitäten keinen Platz im Juleum bekommen werden, können die Helmstedter Universitätstage per Livestream mitverfolgen. Der Link zum Livestream wird zu gegebener Zeit hier veröffentlicht.

Anmeldung und Hygieneregeln

Programmheft 2021

Programm hier als PDF herunterladen.

Stadt Helmstedt

Ansprechpartnerin
Anja Kremling-Schulz
Markt 1
38350 Helmstedt

Kontakt

Telefon: (05351) 17-2500
Telefax: (05351) 17-7001
info@universitaetstage.de
www.universitaetstage.de

Spendenkonto

Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V.
BIC GENODEF1WFV (Volksbank eG)
IBAN DE68 2709 2555 3033 5787 00
VWZ Spende Universitätstage

Servicenavigation

© 2021 Stadt Helmstedt ǀ Impressum ǀ Datenschutz