Grenzenlos - Wege zum Nachbarn e.V.
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Helmstedter
Universitätstage

Die Helmstedter Universitätstage haben sich überregional zu einem Aushängeschild Helmstedts entwickelt und sind mittlerweile nicht mehr aus der Wissenslandschaft wegzudenken.

Willkommen bei den Universitätstagen

29. Helmstedter Universitätstage: Mit Diktatoren reden?

Die Helmstedter Universitätstage 2023 finden von Donnerstag, 21. September, bis Sonntag, 24. September statt.

Die Helmstedter Universitätstage suchen seit über einem Vierteljahrhundert den zeitgeschichtlichen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 2023 befassen sie sich mit der Frage, wie Demokraten mit diktatorischen Gesellschaftsordnungen und ihren Verfechtern beziehungsweise Repräsentanten umgegangen sind und heute umgehen.

Die Konkurrenz demokratischer und diktatorischer Gesellschaftsentwürfe ist eine Konstante moderner Politik und berührt die Spannungslinien von Gesinnungs- und Verantwortungsethik, aber auch die Gegensätze von kulturellen Werten und materiellen Interessen, von Zähmungshoffnung und Opportunismus, von Prinzipienfestigkeit und Pragmatismus. Sei es die Konfrontation oder der Schulterschluss mit Gewaltherrschern wie Mussolini, Stalin und Hitler des 20. Jahrhunderts ebenso wie das politische und militärische Engagement auf dem Balkan wie im Nahen Osten im frühen 21. Jahrhundert – Diktaturen fordern Demokratien weiterhin heraus und verlangen nach Positionierung.

Die Helmstedter Universitätstage 2023 fragen nach der eigenen Stabilität der demokratischen Werte in der Weimarer, Bonner und Berliner Republik, die 1923 von rechten Putschversuchen erschüttert wurde und ihren Ort als Demokratie auch nach 1949 in der Beziehung zu den Diktaturen Lateinamerikas und Asiens ebenso immer neu zu verhandeln hatte; nach 1990 etwa im deutsch-russischen oder deutsch-chinesischen Verhältnis.

Universitätstage 2022 - ein kurzer Rückblick

Im Rahmen der Die Helmstedter Universitätstage befassten sich Wissenschaftler im Helmstedter Juleum mit den vielen Aspekten rund um das Thema "Attentat und Gesellschaft". Die Eröffnungsrede am Freitag  hielt Bundespräsident a. D. Dr. Wolfsgang Schäuble. Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma referierte am Freitagabend zum Thema "Die Faszination der Gewalt". Weitere Vorträge drehten sich beispielsweise die RAF und die Rote Brigaden und um die Suche nach Stabilität in den Niederlanden nach dem Mord an Pim Fortuyn. Allen Vorträgen folgten lebhafte Diskussionen. Auch die Abschlussdiskussion bescherte den Besuchern einen Einblick in die Werkstatt der Wissenschaftler.

Hier einige Impressionen:

 

 

Im vollbesetzten Juleum eröffnete Bürgermeister Wittich Schobert die Universitätstage.
Beiratsvorsitzender Tobias Henkel begrüßte die Gäste der 28. Helmstedter Universitätstage.
Dr. Martin Sabrow, wissenschaftlicher Leiter der Helmstedter Universitätstage.
Bundestagspräsident a. D. Dr. Wolfgang Schäuble.
Dr. Jan Philipp Reemtsma aus Hamburg thematisierte "Die Faszination der Gewalt".
Dr. Michael Sommer beleuchtete den Konflikt um dem Topos des Tyrannenmordes.
Dr. Carola Dietze sprach zum Thema "Attentat und Terror".
Dr. Martin Sabrow (links) im Gespräch mit Dr. Friso Wielenga.
Dr. Petra Terhoeven referierte zur Konfrontation mit dem politischen Mord von links in Deutschland und Italien.
Abschlussdiskussionsrunde.
Der Berliner Autor Gunnar Kunz las zum Abschluss aus seinem Buch "Organisation C".
 

Tradition und Moderne - Überwindung von Grenzen als Thema im geschichtsträchtigen Universitätsgebäude

Fotos: Stadt Helmstedt und Andreas Greiner-Napp

Anknüpfend an die Helmstedter Universitätstradition finden im Rahmen des Projektes „Grenzenlos – Wege zum Nachbarn“ seit 1995 jeweils in zeitlicher Nähe zum Tag der deutschen Einheit die Helmstedter Universitätstage statt. Sie beschäftigen sich in wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Entwicklungen der beiden deutschen Staaten und den daraus resultierenden Prägungen der Menschen, gehen jedoch außerdem über diese deutsche Thematik hinaus und behandeln im europäischen Kontext Fragen der Überwindung von Grenzen im engeren und im weiteren Sinne, in der politischen Realität wie in den Köpfen der Menschen.

Vorträge, Diskussionen und Gedankenaustausch über alle Fragen des Zusammenwachsens von Ost und West sind Gegenstand der öffentlichen Helmstedter Universitätstage. Im alten Hauptgebäude der früheren Universität, dem Juleum, treffen Historiker, Wissenschaftler und Publizisten aus ganz Deutschland und Europa zusammen.

Der Beiratsvorsitzende der Helmstedter Universitätstage und langjährige Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Tobias Henkel, resümiert:

„Die Helmstedter Universitätstage haben sich überregional zu einem Aushängeschild Helmstedts entwickelt und sind mittlerweile nicht mehr aus der Wissenslandschaft wegzudenken.“

Seit 1998 ist Prof. Dr. Martin Sabrow (Berlin/Potsdam) wissenschaftlicher Leiter der Helmstedter Universitätstage.

Veranstaltungsort: Die ehemalige Universität Helmstedt

Adresse Juleum
Collegienplatz 1
38350 Helmstedt

Anfahrt bei Google Maps

Hinweise zum Parken

Weitere Informationen zum Juleum

Stadt Helmstedt

Ansprechpartnerin
Anja Kremling-Schulz
Markt 1
38350 Helmstedt

Kontakt

Telefon: (05351) 17-2500
Telefax: (05351) 17-7001
info@universitaetstage.de
www.universitaetstage.de

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