Grenzenlos - Wege zum Nachbarn e.V.
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Stadt Helmstedt

Helmstedter Universitätstage

Referenten

Prof. Dr. Gesine Schwan

Politikwissenschaftlerin, von 1971 bis 1999 an der FU Berlin, von 1999 bis 2008 Präsidentin der Europa Universität Frankfurt (Oder), Vorsitzende der Grundwertekommission der SPD, zweimal Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Präsidentin der Berlin Governance Platform. Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, u.a. “Politik und Schuld”, “Politik trotz Globalisierung.” 

  • Geboren 1943 in Berlin
  • Politikwissenschaftlerin, Mitgründerin, Gesellschafterin und Präsidentin der Berlin Governance Platform, frühere Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin
  • Ab 1962 Studium der Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politologie in Berlin und Freiburg mit Studienaufenthalten in Warschau und Krakau
  • Seit 1972 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD)
  • 1977-1999 Professorin für Politikwissenschaft und von 1992 bis 1994 Dekanin des Fachbereichs Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin
  • 1999-2008 Präsidentin der 1991 gegründeten Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)
  • 2004 Nominierung als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten durch SPD und Bündnis 90/Die Grünen
  • 2005-2009 Koordinatorin der Bundesregierung für die grenzüberschreitende und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Polen
  • 2009 Nominierung als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten durch SPD
  • 2010-2014 Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance
  • Seit 2014 Präsidentin und Mit-Gründerin der Humboldt-Viadrina Governance Platform gGmbH
  • Seit 2014 Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission
  • Seit 2015 Co-Vorsitzende des Sustainable Development Solutions Network Germany
  • Seit 2023 Präsidentin des Nachfolgeprojekts “Berlin Governance Platform”

Eröffnungsrede: „Helmstedt-Lecture – Biographie und Zeitenwende”, Freitag, 25.09.2026, 17.00 Uhr

Veröffentlichungen u. a.:

  • Politik und Schuld. Die zerstörerische Macht des Schweigens, 1997; 
  • Antikommunismus und Antiamerikanismus in Deutschland. Kontinuität und Wandel nach 1945, 1999; 
  • Demokratische Politische Identität. Deutschland, Polen und Frankreich im Vergleich, 2006; 
  • Allein ist nicht genug. Für eine neue Kultur der Gemeinsamkeit (Hrsg. Zus. Mit Susanne Gaschke, 2007; 
  • Woraus wir leben. Das Persönliche und das Politische (Hrsg. Zus. Mit Christian Geyer, 2009;  
  • Wege in eine gemeinsame Zukunft, 2010; 
  • Bildung: Ware oder öffentliches Gut?, 2010; 
  • Hymne – Pour une Europe Insoumise – Les citoyens à la manoeuvre (Hrsg. Zus. Mit Isabelle Durant, 2013; 
  • Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch (Autobiografie, Hrsg. Zus. Mit Michael Albus, 2015; 
  • Politik trotz Globalisierung, 2021; 
  • Europa versagt. Eine menschliche Flüchtlingspolitik ist möglich. Streitschrift von Gesine Schwan. Mitarbeit von Dr. Malisa Zobel, 2021; 
  • Warum ich die Hoffnung nicht aufgebe. Gespräch mit Holger Zaborowski, 2023;

Auszeichnungen u.a.

Prof. Dr. Gesine Schwan erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung sowie die Ehrendoktorwürde des Europäischen Hochschulinstituts Florenz. Sie ist Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, des Ordens „Bene Merito“ der Republik Polen und Großoffizierin der Ehrenlegion der Republik Frankreich.


Prof. Dr. Martin Sabrow

Historiker, wissenschaftlicher Leiter der Helmstedter Universitätstage 

Prof. Dr. Martin Sabrow war Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Univesität zu Berlin. Seit 2022 ist er Senior Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Seit 1998 ist er wissenschaftlicher Leiter der "Helmstedter Universitätstage" und Herausgeber der "Helmstedter Colloquien".

Arbeitsschwerpunkte:
Politische Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Diktaturforschung, Historiographie- und Erinnerungsgeschichte

  • Geboren 1954 in Kiel
  • 1983-1993 Studienrat in Berlin
  • 1993-1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Zeithistorische Studien Potsdam
  • 1996-2004 Projektbereichsleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
  • Seit 1998 Wissenschaftlicher Leiter der Helmstedter Universitätstage und Herausgeber der "Helmstedter Colloquien"
  • 2000 Habilitation an der FU Berlin
  • 2004-2009 Professor für Neueste und Zeitgeschichte an der Universität Potsdam
  • Seit 2004 Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam
  • 2009 bis 2021 Professor für Neueste und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Seit 2021 Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes "Wert der Vergangenheit"
  • Seit 2022 Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Vorträge: "Einführung in das Tagungsthema", Freitag, 25.09.2026, 18.30 Uhr und "Zwei Wege vom Krieg zum Frieden. Alliiertes Siegerhandeln nach 1918 und 1945", Samstag, 26.09.2026, 14.30 Uhr

Veröffentlichungen u.a.

  • Das Diktat des Konsenses. Geschichtswissenschaft in der DDR 1949-1969, München 2001
  • Skandal und Diktatur. Formen öffentlicher Empörung im NS-Staat und in der DDR, Göttingen 2004 (Hrsg.)
  • Die Erinnerungsorte der DDR, München 2009 (Hrsg.)
  • Erich Honecker. Das Leben davor. 1912-1945, München 2016
  • Die versammelte Zunft. Historikerverband und Historikertage 1893-2000. Zwei Bände, Göttingen 2018 (zus. mit Matthias Berg, Olaf Blaschke, Jens Thiel und Krijn Thijs)
  • Die letzten Generalsekretäre. Kommunistische Herrschaft im Spätsozialismus, Berlin 2018 (Hrsg. zus. mit Susanne Schattenberg)
  • Das Nachleben der ersten deutschen Republik, Göttingen 2020; (Hrsg. zus. mit Tilmann Siebeneichner und Peter Ulrich Weiß)
  • 1989 - Eine Epochenzäsur? Göttingen 2021
  • Der Rathenaumord und die deutsche Gegenrevolution, Göttingen 2022
  • Zeitenwenden in der Zeitgeschichte, Göttingen 2023
  • Gewalt gegen Weimar. Zerreißproben der frühen Republik 1918-1923, Göttingen 2023

Prof. Dr. Siegrid Westphal

Historikerin, Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Osnabrück, Direktorin des Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) an der Universität Osnabrück

Forschungsschwerpunkte: Reichs- und Verfassungsgeschichte, Historische Friedensforschung, Reformation/Konfessionalisierung, Regionalgeschichte, Geschlechtergeschichte.

  • Geboren 1963 in Celle
  • 1983-1988 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Mittelalterlichen Geschichte, Kunstgeschichte und Evangelischen Theologie an den Universitäten Mainz 
      und München
  • 1989 Magister Artium
  • 1992 Dr. phil. im Fach Geschichte
  • 1994-2000 Assistentin am Lehrstuhl Frühe Neuzeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 2001 Habilitation (Jena)
  • 2001-2005 Oberassistentin und Leiterin einer Nachwuchsgruppe (Besitz- und Eigentumsrechte von Frauen in der Rechtspraxis des Alten Reiches) sowie des Teilprojekts „Geschlechterbeziehungen und Aufklärung“ im SFB 482 (Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Seit 2004 Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Osnabrück
  • 2005-2008, 2010-2012, 2015-2017 und 2018-2021 Direktorin des Forschungszentrum IKF (Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit) an der Universität Osnabrück
  • 2021-2025 Zusammen mit Hans Schulte-Nölke Leiterin des Forschungsprojekts „Betroffene – Beschuldigte – Kirchenleitung. Sexualisierte Gewalt an Minderjährigen durch Kleriker im Bistum Osnabrück seit 1945“

Vortrag: “Zerstörung ohne Ausweg? Der Dreißigjährige Krieg in Norddeutschland”, Freitag, 25.09.2026, 18.45 Uhr 

Veröffentlichungen u. a.

Monographien:

  • Kaiserliche Rechtsprechung und herrschaftliche Stabilisierung. Reichsgerichtsbarkeit in den thüringischen Territorialstaaten, 1648-1806, Köln/Weimar/Wien 2002 (Habilitation); 
  • Anette Baumann/Inken Schmidt-Voges/Siegrid Westphal, Venus und Vulcanus. Krisen einer Ehe in der Frühen Neuzeit, München 2011;                
  • Der Westfälische Frieden, München 2015.

Handbücher:

  • Wolfgang Adam/Siegrid Westphal (Hg.), Handbuch kultureller Zentren in der Frühen Neuzeit, 3 Bde., Berlin 2012; 
  • Irene Dingel/Michael Rohrschneider/Inken Schmidt-Voges/Siegrid Westphal/ Joachim Whaley (Hg.), Handbuch Frieden im Europa der Frühen Neuzeit, Berlin/Boston 2020.

Sammelbände:

  • Volker Arnke/Siegrid Westphal (Hg.), Der schwierige Weg zum Westfälischen Frieden. Wendepunkte, Friedensversuche und die Rolle der „Dritten Partei“, Berlin/Boston 2021; 
  • Astrid Ackermann/Michael Meumann/Julia Schmidt-Funke/Siegrid Westphal (Hg.), Mitten in Deutschland, mitten im Krieg. Bewältigungspraktiken und Handlungsoptionen im Dreißigjährigen Krieg, Berlin/Boston 2024; 
  • Ulrich Niggemann/Michael Rohrschneider/Siegrid Westphal (Hg.), Friedensmacher, Multiplikatoren und Profiteure. Akteure des Westfälischen Friedenskongresses, Berlin/Boston 2026.

Prof. Dr. Jörn Leonhard

Historiker, Autor, Professor für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 

Seine Bücher Die Büchse der Pandora von 2014 und Der überforderte Frieden von 2018 etablierten ihn als wichtigen Vertreter der Globalgeschichte.

Prof. Leonhardts Forschungen und Publikationen wurden vielfach mit Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

  • Geboren 1967 in Birkenfeld/Nahe
  • 1992 Master of Studies in Modern History, University of Oxford 
  • 1994 M.A. in Geschichte, Politischer Wissenschaft und Germanistik, Universität Heidelberg 
  • 1998 Doktor der Philosophie, Universität Heidelberg
  • 1998-2003 Fellow and Tutor in Modern History, Wadham College and Modern History Faculty, University of Oxford und Fachlektor des DAAD für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte 
  • 1999-2003 Dean of Degrees, Wadham College, University of Oxford
  • 2000-2001 Pro-Proctor, Universität Oxford
  • 2004 Habilitation, Universität Heidelberg 
  • 2004-2006 Friedrich-Schiller Hochschuldozentur für Europäische Geschichte, Universität Jena
  • Seit 2006 Universitätsprofessor und Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Romanischen Westeuropa, Universität Freiburg
  • 2007-2012 Gründungsdirektor der FRIAS-School of History
  • 2015-2016 Geschäftsführender Direktor des Historischen Seminars der Universität Freiburg
  • 2024 Aufnahme in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Vortrag: “Wie Kriege enden. Historische Perspektiven”, Freitag, 25.09.2026, 20.00 Uhr 

Veröffentlichungen u. a.

  • Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs, 6. Aufl. 2020;
  • Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918-1923, 2. Aufl. 2019;
  • Empires. Eine globale Geschichte 1800-1920, 2023 (zusammen mit Ulrike von Hirschhausen);
  • Über Kriege und wie man sie beendet. Zehn Thesen, 3. Aufl. 2025; 
  • In Arbeit: Tempo und Fraktur. Eine Geschichte der Welt 1920-1940.

Dr. Matthias Meinhardt

Historiker, Leiter des Zonengrenzmuseums Helmstedt, des Kreis- und Universitätsmuseums und der ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt

Nach beruflichen Stationen in Dresden, Halle (Saale), Wolfenbüttel und Frankfurt am Main war Dr. Matthias Meinhardt Leiter und Geschäftsführer der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek Wittenberg. 2025 wurde er in die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen berufen.

Forschungsschwerpunkte
Die Forschungsschwerpunkte Meinhardts lagen zunächst auf der sozial-, wirtschafts- und Kulturgeschichte spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Städte. Später wandte er sich der Geschichte europäischer Fürstenhöfe zu, wobei Rekrutierung, Karriereverläufe und politische Einflussmöglichkeiten von Hofgeistlichen besondere Aufmerksamkeit erfahren haben. Jüngere Forschungen widmen sich vor allem Themen der Reformations- und Konfessionsgeschichte, der Wissensgeschichte sowie der Kommunikations- und Mediengeschichte. Außerdem beschäftigt er sich mit vormodernen Kriegsunternehmern. 

  • Geboren 1969 in Braunschweig
  • 1990-1996 Studium der Geschichte, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Philosophie und Pädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • 1996-1998 Honorarkraft am Stadtarchiv Dresden 
  • 1996-1999 Wissenschaftliche Hilfskraft im Landesamt für Archäologie mit Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden
  • 1998 Wissenschaftliche Hilfskraft der Ersten sächsischen Landesausstellung "Zeit und Ewigkeit" im Kloster St. Marienstern
  • 1999-2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2004 Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2009-2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektkoordinator an der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • 2009-2017 Lehrbeauftragter am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2014 Unterricht an einem Gymnasium in Helmstedt
  • 2015 JEV-Stipendiat am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main
  • 2016-2023 Leiter und Geschäftsführer der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek Wittenberg

Vortrag: “Die Universität Helmstedt und der Krieg. Ein Rückblick anlässlich der Universitätseröffnung vor 450 Jahren", Samstag, 26.09.2026, 10.00 Uhr 

Veröffentlichungen u. a.

  • Dresden im Wandel. Raum und Bevölkerung der Stadt im Residenzbildungsprozess des 15. und 16. Jahrhunderts (Hallische Beiträge zur Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit 5), Berlin 2009; 
  • Die Reformationsgeschichtliche Forschungsbibliothek. Eine neue Studienstätte für Geschichte und Kultur der Reformation, Lutherstadt Wittenberg 2020.

Prof. Dr. Holger Afflerbach

Professor für moderne europäische Geschichte an der University of Leeds (Yorkshire, Nordengland)

Prof. Dr. Holger Afflerbach lehrte an amerikanischen und britischen Hochschulen. Er ist Gründungsmitglied des Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) und hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur europäischen internationalen Politik von den 1870er Jahren bis 1919 und zur Militärgeschichte verfasst.  

  • Geboren 1960 in Düsseldorf 
  • 1990 Abschluss Studium der Geschichtswissenschaft an der Universität Düsseldorf, danach Start eines Forschungsprojekts über den Dreibund zwischen Italien, Österreich-Ungarn und dem deutschen Kaiserreich in den Jahren 1881–1915. 
  • 1999 Habilitation 
  • 1999-2002 Privatdozent an der Universität Düsseldorf 
  • 2002 DAAD-Professor für moderne deutsche Geschichte an der Emory University in Atlanta, Georgia
  • Seit 2006 Professor für moderne europäische Geschichte an der University of Leeds 
  • 2012/13 Fellow des Historischen Kollegs, München
  • 2014/15 Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton 

Vortrag: “Das Versagen der Diplomatie im Ersten Weltkrieg”, Samstag, 26.09.2026, 11.00 Uhr 

Veröffentlichungen u. a.

  • How Fighting Ends: A History of Surrender, Hrsg. zus. mit Hew Strachan, 2012; 
  • Die Kunst der Niederlage. Eine Geschichte der Kapitulation, 2013; 
  • Auf Messers Schneide. Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor, 2018.

Prof. Dr. Marie-Janine Calic

Professorin für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Politikberaterin

Prof. Dr. Marie-Janine Calic war Gastwissenschaftlerin in Harvard und Gastprofessorin am College of Europe/Natolin. Außerhalb ihrer Festanstellung arbeitete sie für den Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa in Brüssel, das UNPROFOR-Hauptquartier in Zagreb und das ICTY in Den Haag. 

Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und kommentiert regelmäßig Balkan-Themen in den Medien.

Forschungsschwerpunkte
Prof. Dr. Marie-Janine Calic bearbeitet die Geschichte Südosteuropas. Zahlreiche Publikationen befassen sich mit Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten. Zu den thematischen Schwerpunkten gehören unter anderem deutsche und europäische Balkanpolitik, Konfliktbearbeitung und internationale Friedenssicherung, Erinnerungs- und Vergangenheitspolitik sowie die Geschichte des Kalten Krieges in Südosteuropa.

  • Geboren 1962 in Berlin
  • 1987 Magisterexamen in Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1987-1992 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1992 Promotion in Osteuropäischer Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1992-2004 Wissenschaftliche Referentin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen und Berlin
  • 1995 Beraterin des UN-Sondergesandten für das ehemalige Jugoslawien in Zagreb
  • 1999-2002 Politische Beraterin des Sonderkoordinators des Stabilitätspakts für Südosteuropa in Brüssel
  • Seit 2004 Professorin für Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Seit 2006 Gastprofessorin am College of Europe in Natolin
  • Seit 2010 Gastprofessorin an der Hochschule für Politik in München

Vortrag: “Diplomatie in den Jugoslawienkriegen 1991-2001", Samstag, 26.09.2026, 12.00 Uhr 

Veröffentlichungen u. a.

  • "Balkan-Odyssee. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa", München 2025; 
  • „The Great Cauldron. A History of Southeast Europe“, Cambridge/London, Harvard 2019; 
  • ‚A History of Yugoslavia‘, West Lafayette, 2019; 
  • “Tito. Eine Biographie,“ München 2020; 
  • „Geschichte des Balkans,“ München 2023. 

Prof. Dr. Meron Mendel

Professor für Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main 

Mendel zählt heute zu den profiliertesten Stimmen in den Debatten über Erinnerungskultur, Identitätspolitik und Antisemitismus. Prof. Dr. Meron Mendel veröffentlichte zahlreiche Fachbeiträge und Bücher, darunter „Über Israel reden. Eine deutsche Debatte“, 2023, das für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert war, sowie den gemeinsam mit Heinz Bude herausgegebenen Band „Kunst im Streit“ (Campus 2025) zur Debatte um Documenta 15. 

Regelmäßig schreibt er Essays und Kommentare für Der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, Die Zeit und weitere Leitmedien. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Saba-Nur Cheema verfasst er seit 2021 die FAZ-Kolumne „Muslimisch-Jüdisches Abendbrot“, die 2024 als Essayband bei Kiepenheuer & Witsch erschien. 

  • Geboren 1976 in Ramat Gan/Tel Aviv
  • 2000 Bachelor in Geschichte und Erziehungswissenschaften, Universität Haifa
  • 2001 Studienaufenthalt an der Universität München 
  • 2002 Master in Jüdischer Geschichte, Universität Haifa 
  • Seit 2010 Direktor der Bildungsstätte Anne Frank e.V. 
  • 2010 Promotion im Fach Erziehungswissenschaften, Universität Frankfurt: „Lebenswelten von jüdischen Jugendlichen in Deutschland“ 
  • Seit 2021 Professor für transnationale soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences 

Vortrag: “Israel und Palästina - Ein auswegloser Krieg?”, Samstag, 26.09.2026, 15.30 Uhr 

Auszeichnungen

  • 2024 wurde Meron Mendel gemeinsam mit seiner Ehefrau Saba-Nur Cheema das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
  • 2025 erhielt das Ehepaar die Buber-Rosenzweig-Medaille.
  • 2025 erhielt er zusammen mit seiner Ehefrau den Hermann-Sinsheimer-Preis.

Prof. Dr. Martin Schulze Wessel

Historiker, Professor für Geschichte Osteuropas an der Universität München

Prof. Dr. Martin Schulze Wessel ist seit 2003 Professor für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Geschichte Russlands und der Sowjetunion, die Geschichte der Ukraine, Polens, Tschechiens und der Slowakei.

Forschungsfelder

Religionsgeschichte Ostmittel- und Osteuropas, Geschichte der Imperien in Osteuropa, Historiographie und Geschichtsdenken in Russland, Geschichte Ostmitteleuropas, vor allem der tschechischen Geschichte seit 1848, Transnationale Beziehungen zwischen Ost-, Mittel- und Westeuropa.

  • Geboren 1962 in Münster
  • Studium der Neueren und Osteuropäischen Geschichte und Slavistik in München, Moskau und Berlin
  • 1989 M.A. in Geschichte, FU Berlin (Neuere und Osteuropäischen Geschichte, Slavistik)
  • 1990-1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin 
  • 1994 Dissertation zur polnischen Frage in den preußisch/deutsch-russischen Beziehungen vom 18. bis 20. Jahrhundert, FU Berlin, Mitarbeit am Handbuch der Geschichte Russlands  
  • 1996-2002 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 
  • 2001 Habilitation über den römisch-katholischen und russisch-orthodoxen Klerus als Träger religiösen Wandels in der Habsburgermonarchie und in (Sowjet-)Russland, Universität Halle/Saale
  • Seit 2003 Professor für Geschichte Osteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor des Collegium Carolinum, Forschungsinstitut für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei 
  • Seit 2005 Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 
  • 2009-2011 Forschungsprofessur im Rahmen von LMU exzellent
  • 2012-2016 Vorsitzender des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) 
  • Seit 2012 Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien 
  • 2014 Gründungsdirektor der Deutsch-Ukrainischen Historischen Kommission (zusammen mit Prof. Yaroslav Hrytsak, Katholische Universität Lviv) 
  • 2021-2022 Fellow am St Antony´s College, University of Oxford 
  • Seit 2022 Co-Direktor des Center for Advanced Studies “Universalismus und Partikularismus in der Europäischen Zeitgeschichte”

Vortrag: “Russlands Expansion in historischer Perspektive”, Samstag, 26.09.2026, 17.00 Uhr 

Veröffentlichungen u. a.

  • Der Prager Frühling. Aufbruch in eine neue Welt, Stuttgart 201;
  • Czech translation: Pražské jaro. Průlom do nového světa, Praha, Argo, 2018;
  • Der Fluch des Imperiums. Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte, München 2023; 
  • Die übersehene Nation. Deutschland und die Ukraine seit dem 19. Jahrhundert, München 2025.

Stadt Helmstedt

Ansprechpartnerin
Anja Kremling-Schulz
Markt 1
38350 Helmstedt

Kontakt

Telefon: (05351) 17-2500
Telefax: (05351) 17-7001
info@universitaetstage.de
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Spendenkonto

Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V.
BIC GENODEF1WFV (Volksbank eG)
IBAN DE68 2709 2555 3033 5787 00
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